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Ein weiteres häufiges Problem ist der sogenannte BUFFER-UNDERRUN. Ein Buffer-Underrun während des Brennvorganges zerstört unwiderbringlich den Rohling. Er kommt meist nur dann vor, wenn man den Brennvorgang direkt von CD zu CD-R ausführt, z.B. beim Erstellen einer 1:1 Kopie. Dabei passiert folgendes: Das CD-Laufwerk liest die Daten einer CD von innen nach aussen, wobei die Lesegeschwindigkeit im inneren Bereich am höchsten und im Aussenbereich am niedrigsten ist. Ein 40fach Laufwerk schafft im Mittel ca. 16fache Geschwindigkeit (1fach entspricht ca. 150 KB/s). Wenn wir den Mittelwert zu Grunde legen, sollte das Laufwerk die Daten also mit ca. 2,4 MB/s an den Brenner liefern. Das kommt in der Praxis allerdings kaum vor, der gelieferte Wert liegt meist deutlich niedriger, da der Rechner nicht nur mit dem Auslesen sondern auch mit dem Schreiben deutlich gefordert wird. Während der Brenner seine Daten kontinuierlich aus seinem Datenpuffer entnimmt und auf die CD brennt, kann das Quelllaufwerk meist nicht schnell genug die Daten an den Puffer liefern. Dieser leert sich zusehends und sobald keine Daten mehr im Puffer sind, bricht der Brennvorgang ab - der Rohling ist hinüber. Neuere Generationen von Brennern beherrschen die BURNPROOF-Technologie, die beim Leerlaufen des Puffers den Brennvorgang anhält und erst wieder fortsetzt wenn weitere Daten geliefert werden. Bei diesen Geräten gehört ein Buffer-Underrun der Vergangenheit an.
Ganz besonders beim Brennen mit 4facher oder höherer Geschwindigkeit ist das Risiko einen Buffer-Underrun zu bekommen äusserst hoch. Ich empfehle generell die Quell-CD erst auf die Festplatte zu kopieren und dann auf den Rohling zu brennen (Copyrights beachten!). Ist die Original-CD mit einem Kopierschutz versehen, der nicht ausgelesen werden kann, hat man Pech gehabt. Manchmal verursacht auch das vorausschauende Lesen (Read-ahead) des Betriebssystems von der Festplatte den Buffer-Underrun. Indem man in der Systemsteuerung unter "System - Leistungsmerkmale - Dateisystem" die Einstellungen für "Leseoptimierung (Read-ahead" auf "Keine" stellt, kann man dies korrigieren. Sollte man partout keine Ursache für den Underrun finden und hat den DMA-Modus aktiviert, sollte man diesen versuchsweise deaktivieren; manchmal hapert es bei Windows aus unerfindlichen Gründen am nötigen Zusammenspiel von Brenner, Software und Betriebssystem. Regelmässiges Defragmentieren der Festplatte sorgt für eine bessere Performance, ebenso wie das Schliessen von eventuell noch laufenden Anwendungen vor dem Brennvorgang.

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