7. Soundbearbeitung
Nach Aufnahme
von Stücken älterer LPs oder Singles ist meist eine
nachträgliche Bearbeitung der aufgenommenen Wave-Datei unumgänglich.
Da z.B. Kratzer auf dem guten alten Stück den Hörgenuss
schmälern, muss man der Sache manuell auf die Pelle rücken. Aber ohne
einen komfortablen Wave-Editor ist dies nicht machbar. Im Folgenden zeige ich
an Hand des Editors COOL EDIT 2000 wie
man dabei vorgehen kann. Bei anderen Wave-Editoren mit ähnlichen
Hilfsmitteln ist
analog zu verfahren.

In Abb. 1 sehen wir eine aufgenommene Datei mit einigen deutlich
hörbaren Kratzern. Diese erkennt man an ihrer ausgeprägten
Charakteristik (deutlich nach oben, unten oder beidseitig hervorstehende
Zacken).
Um die störenden Bereiche zu entfernen,
muss man den Bereich, der den Kratzer enthält, markieren und auszoomen.
Man zoomt dabei solange in die Wave hinein, bis man
den gesuchten Bereich einwandfrei lokalisiert hat. Das geht einfacher, als es
auf den ersten Blick aussieht (Abb.2 und 3).
Danach enfernt man den markierten Bereich durch betätigen
von STRG+X.
Der Kratzer ist verschwunden!
Zum reduzieren von Knistern oder ähnlichen
störenden Geräuschen stehen in COOL EDIT 2000 verschiedene Filter zur
Verfügung. Auch hier den Bereich einzoomen und dann testen, welcher Filter
mit welchen Einstellungen die besten Ergebnisse zeitigt. Hier ist Ausprobieren
und Üben angesagt! Zum Bearbeiten sollte man, je nach Grad der
Störungen, von einem erheblichen Zeitaufwand ausgehen. Stark verschmutzte
Scheiben sollte man vorher mit einer Mischung aus unparfümiertem
Spülmittel und warmen Wasser, ggf. einem Schuss Isopropylalkohol, reinigen
und mit einem fusselfreien Tuch die Restfeuchtigkeit gut entfernen. Das erspart
einem meist zumindest das Entknistern der Scheiben durch Filtern der Wave und
Kratzern, die durch festgewordene Rückstände diverser
Flüssigkeiten entstanden sind.
